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Wohnung für alten Hund anpassen: Raum für Raum

Die Wohnung, in der dein Hund acht Jahre lang problemlos herumlief, wird mit zwölf plötzlich zum Hindernisparcours. Derselbe Boden, dieselbe Treppe, dasselbe Körbchen. Nur der Hund hat sich verändert. Deine Wohnung für einen alten Hund anpassen verlangt zum Glück selten einen Umbau. Es geht um eine Handvoll Stellen, an denen es schiefgeht. Die lassen sich raumweise gut benennen.

Unten gehst du sie durch, Zimmer für Zimmer, mit dem, was pro Raum wirklich zählt.

Fang mit Beobachten an, nicht mit Kaufen

Bevor du etwas bestellst: beobachte deinen Hund einen ganzen Tag lang. Achte auf vier Momente.

  • Wo zögert er, bevor er irgendwo drauftritt?
  • Wo suchen seine Pfoten nach Halt?
  • Welchen Weg nimmt er, um irgendwo hinzukommen, auch wenn er länger ist?
  • Wo legt er sich hin, wenn er selbst wählen darf?

Dieses Verhalten zeigt dir die Schwachstellen. Ein Hund, der den kürzesten Weg durch die Küche meidet, sagt dir genau, wo dieser Boden zu glatt ist. So weißt du innerhalb eines Tages, wo du beim Einrichten für einen alten Hund anfangen musst.

Wohnung für alten Hund anpassen: das Wohnzimmer

Hier liegt meist die größte Fläche glatter Boden und hier steht dein Hund am häufigsten auf.

Halt auf den Laufwegen. Du musst den Raum nicht auslegen. Leg etwas hin an den Stellen, an denen dein Hund aufsteht, dreht oder beschleunigt: vor dem Körbchen, vor dem Sofa, am Durchgang zum Flur. Welche Möglichkeiten es sonst gibt und was sie kosten, findest du im kompletten Ratgeber zum Rutschen auf glattem Boden.

Halt unter den Pfoten. Matten lösen den Boden dort, wo sie liegen. Anti-Rutsch-Socken gehen in jeden Raum mit, auch dorthin, wo keine Matte passt. Für viele Halter ist die Kombination die Antwort: eine Matte an den festen Stellen plus Anti-Rutsch-Hundesocken für die Stunden, in denen der Hund unterwegs ist.

Ein fester Ruheplatz in deiner Nähe. Alte Hunde schlafen mehr und wollen gleichzeitig dabei sein. Ein Körbchen in der Ecke, in die niemand kommt, wird nicht benutzt.

Die Küche und der Fressplatz

Die Küche ist der glatteste Raum im Haus. Fliesen, die oft nass sind, dazu ein Hund, der aufgeregt hereinkommt, weil es Futter gibt.

  • Leg eine Matte unter Futter- und Wassernapf. Sie fängt Gekleckertes auf und gibt Halt beim Fressen.
  • Stell die Näpfe höher, wenn deinem Hund das Bücken schwerfällt. Bei steifem Nacken oder schmerzenden Schultern macht das spürbar etwas aus.
  • Wisch verschüttetes Wasser sofort auf. Eine nasse Fliese reicht für einen Ausrutscher.
  • Lass deinen Hund nicht genau auf der Stelle warten, auf der er sich gleich zum Weggehen drehen muss.

Der Flur und die Treppe

Der Flur ist schmal und dein Hund muss dort oft wenden. Drehen auf glattem Boden ist die Bewegung, bei der die Hinterbeine am schnellsten wegrutschen.

Ein Läufer über die ganze Länge wirkt hier besser als einzelne Matten, denn die verschieben sich, sobald dein Hund sich abstößt. Nimm einen mit rutschfester Unterseite.

Die Treppe ist ein Thema für sich. Ob du sie absperrst, anpasst oder deinem Hund weiter hilfst, hängt von seiner Verfassung und von deiner Wohnung ab. Diese Abwägung steht ausgearbeitet in alter Hund und die Treppe. Was in jedem Fall hilft: Halt auf der ersten und der letzten Stufe, denn dort geht es am häufigsten schief.

Der Schlafplatz

Ein guter Schlafplatz für einen alten Hund erfüllt vier Dinge.

  1. Fest genug, um davon aufzustehen. Ein zu weiches Kissen gibt unter den Pfoten nach. Dein Hund drückt sich dann aus einer Mulde hoch. Schau in alter Hund kommt schwer hoch für den Rest dieses Puzzles.
  2. Halt davor. Die ersten zwei Schritte aus dem Körbchen sind der Risikomoment. Eine Matte von einem halben Meter Breite davor nimmt das ab.
  3. Zugfrei und nicht zu kalt. Steife Gelenke werden auf kaltem Boden steifer.
  4. Ebenerdig erreichbar. Ein Hund, der nachts dreimal aufsteht, sollte nicht jedes Mal über eine Treppe müssen.

Die Tür nach draußen

Der Übergang vom Garten nach drinnen bringt zwei Probleme auf einmal. Nasse Pfoten auf hartem Boden, dazu eine Schwelle, über die dein Hund muss.

  • Eine saugfähige Matte auf der Innenseite trocknet die Pfoten, bevor dein Hund in den Flur läuft.
  • Eine niedrige Schwellenhilfe oder eine kleine Rampe erspart bei Hüft- oder Rückenproblemen einen Aufstieg.
  • Draußen müssen die Socken nicht an. Sie sind für drinnen gemacht und auf nassem Gras verlieren sie ihre Funktion.

Was du nicht kaufen musst

Eine seniorengerechte Wohnung für deinen Hund ist kein Warenkorb voller Hilfsmittel. Ein paar Dinge tauchen ständig auf, ohne viel zu bringen.

  • Teppichboden über dem Parkett. Teuer, im Sommer warm und selten nötig. Gezielte Läufer leisten dasselbe.
  • Ein Geschirr mit Griff für jede Lage. Sinnvoll bei echtem Ausfall der Hinterhand. Bei einem Hund, der nur rutscht, nimmst du ihm damit Muskelkraft weg, die er noch braucht.
  • Vier verschiedene Körbchen. Ein guter Platz unten reicht. Der Rest bleibt leer.

Denk daran: Hilfsmittel geben Komfort und Halt, sie behandeln nichts. Bei Arthrose, Hüftdysplasie oder Beinen, die wegsacken, gehört der Plan zum Tierarzt. Was du daneben zu Hause selbst tun kannst, steht in Arthrose bei deinem Hund.

In welcher Reihenfolge du vorgehst

Alles auf einmal funktioniert nicht, auch für deinen Hund nicht. Diese Reihenfolge bringt am schnellsten Ergebnis.

  1. Halt auf der Strecke vom Körbchen zur Gartentür. Das ist der Weg, den er am häufigsten geht.
  2. Der Schlafplatz: fest genug plus eine Matte davor.
  3. Die Küche und der Fressplatz.
  4. Die Treppe: helfen, anpassen oder absperren.
  5. Der Rest der Wohnung, an den Stellen, an denen dein Hund wirklich hinkommt.

Unsicher bei der Sockengröße? Der Größenrechner gibt sie dir in dreißig Sekunden anhand der Breite des gespreizten Pfotenabdrucks.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter passe ich meine Wohnung an?

Nicht nach Alter, sondern nach Verhalten. Sobald dein Hund vor einem glatten Boden zögert, langsamer aufsteht oder Wege meidet, ist der Moment da. Bei großen Rassen liegt das oft bei etwa sieben Jahren, bei kleinen Hunden später.

Muss ich wirklich den ganzen Boden angehen?

Selten. Hunde laufen feste Routen und die Unfälle passieren an einer Handvoll Stellen: am Körbchen, im Durchgang, unten an der Treppe. Nimm dir die vor und du hast den größten Teil erledigt, zu einem Bruchteil der Kosten.

Mein Hund liegt lieber auf den kalten Fliesen. Soll ich das zulassen?

Das darfst du, Hunde kühlen sich gern auf Fliesen ab. Sorg nur dafür, dass für die längeren Schlafphasen ein wärmerer und festerer Platz zur Verfügung steht. Merkst du, dass dein Hund nach dem Aufstehen von den Fliesen besonders steif ist, leg eine dünne Matte darüber.

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