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Hund bricht mit den Hinterbeinen ein: Ursachen und was Sie jetzt tun können

Sie rufen Ihren Hund und er kommt enthusiastisch angelaufen. Doch auf halbem Weg sackt sein Hinterteil weg, als ob die Beine für einen Moment die Kontrolle verlieren. Hund sackt durch die Hinterbeine: Es ist eines der beunruhigendsten Dinge, die man bei seinem treuen Begleiter beobachten kann. Manchmal passiert es einmal, manchmal wird es langsam schlimmer. In diesem Artikel erfahren Sie, warum es passiert, wie Sie die Schwere einschätzen und was Sie jetzt tun können, um Ihrem Hund zu helfen.

Hund sackt durch Hinterbeine: die 5 häufigsten Ursachen

Die Hinterbeine tragen einen Großteil des Gewichts und des Antriebs Ihres Hundes. Wenn Muskeln, Gelenke oder Nerven geschwächt sind, merken Sie das sofort an seinem Gang. Die Ursachen sind sehr vielfältig:

  • Arthrose und steife Gelenke. Schmerzende Hüften oder Knie führen dazu, dass Ihr Hund sein Hinterteil weniger belastet und schneller wegsackt.
  • Muskelverlust durch Alter. Ein älterer Hund verliert an Kraft in den Hinterbeinen. Weniger Muskeln bedeuten weniger Unterstützung, besonders beim Aufstehen und auf glattem Boden.
  • Hüftdysplasie. Schlecht passende Hüftgelenke führen zu Instabilität im Hinterteil, oft schon in jüngeren Jahren.
  • Knieprobleme. Ein Kreuzbandriss oder eine springende Kniescheibe macht ein Hinterbein plötzlich unzuverlässig.
  • Nerven- und Rückenprobleme. Ein Bandscheibenvorfall oder degenerative Myelopathie beeinträchtigt die Steuerung der Hinterbeine. Dies erfordert immer einen Tierarzt.

Ein glatter Boden verursacht das Problem nicht, macht es aber sichtbarer und gefährlicher. Ohne Halt rutscht ein bereits schwaches Hinterteil leichter aus. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Leitfaden über einen Hund, der auf glattem Boden ausrutscht.

Hinterbeine schwach bei einem alten Hund: akut oder allmählich?

Ob es plötzlich oder schleichend beginnt, sagt viel über die Schwere aus. Achten Sie also genau auf das Tempo, in dem es sich verändert.

Plötzlich, innerhalb von Stunden bis zu einem Tag. Sackt Ihr Hund plötzlich ein, schleift er mit einem Bein oder fühlen sich die Hinterbeine schwach und kalt an? Dann könnte ein akutes Problem vorliegen, wie ein Bandscheibenvorfall oder ein eingeklemmter Nerv. Dies ist ein Notfall. Rufen Sie sofort Ihren Tierarzt an.

Allmählich, über Wochen bis Monate. Wird Ihr Hund langsam schwächer im Hinterteil, stolpert er häufiger oder kommt er schwerer auf die Beine? Dann passt das Bild eher zu Arthrose, Muskelverlust oder einer langsam fortschreitenden Nervenerkrankung. Auch dann ist eine Untersuchung notwendig, obwohl der Zeitdruck geringer ist.

Was können Sie jetzt tun, um Ihrem Hund zu helfen?

Die Ursache gehört in die Hände des Tierarztes, aber zu Hause können Sie Ihrem Hund sofort mehr Sicherheit und Komfort bieten. Beginnen Sie hiermit:

  1. Sorgen Sie für Halt auf glatten Böden. Legen Sie Teppiche auf die Laufwege oder ziehen Sie Ihrem Hund Antirutsch-Hundesocken an. Der doppelseitige Silikongriff hilft den Hinterbeinen, Halt zu finden, gerade in dem Moment, in dem sie auszurutschen drohen.
  2. Unterstützen Sie das Hinterteil. Mit einem Tragegurt oder einem Handtuch als Schal unter dem Bauch heben Sie Ihren Hund beim Aufstehen, Treppensteigen und Gassi gehen mit hoch. So vermeiden Sie Stürze und schonen Ihren eigenen Rücken.
  3. Vermeiden Sie glatte und steile Stellen. Sperren Sie die Treppe mit einem Gitter ab und legen Sie einen Läufer an Stellen, an denen er häufig läuft. Heben Sie ihn bei Bedarf ins Auto und wieder heraus.
  4. Halten Sie ihn schlank. Übergewicht belastet ein schwaches Hinterteil zusätzlich. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach dem idealen Gewicht und einem angepassten Futterplan.
  5. Bleiben Sie ruhig in Bewegung. Kurze, regelmäßige Spaziergänge halten die noch vorhandenen Muskeln stark. Erzwingen Sie nichts und hören Sie auf, sobald Ihr Hund müde wird.

Kommt Ihr Hund auch schwer auf die Beine? In unserem Artikel über einen alten Hund, der schwer aufsteht, finden Sie neun zusätzliche Tipps, die hier gut anschließen.

Helfen Antirutsch-Socken bei schwachen Hinterbeinen?

Ehrliche Antwort: Socken sind ein Hilfsmittel, keine Behandlung.

Ja: Sie geben Halt auf glatten Böden, sodass die Hinterbeine weniger wegrutschen und Ihr Hund sicherer läuft. Das senkt die Gefahr eines bösen Sturzes. Ein Set von 4 Socken kostet 19,95 Euro und hält bei täglichem Gebrauch 3 bis 6 Monate.

Nein: Eine Socke repariert keinen Nerv, baut keine Muskeln auf und heilt keine Arthrose. Bei echtem Ausfall der Hinterbeine sind ein Tragegurt und die Betreuung durch Ihren Tierarzt weiterhin notwendig. Socken sind zudem für den Innenbereich, nicht für nasse Böden oder langes Tragen draußen.

Die richtige Größe ist entscheidend, denn eine rutschende Socke bietet keinen Halt. Messen Sie die Breite des gespreizten Pfotenabdrucks, nicht den Knöchel. Unser Größenrechner gibt Ihnen in 30 Sekunden die richtige Größe, von S bis XL.

Wann müssen Sie sofort zum Tierarzt?

Im Zweifelsfall gilt: Immer überprüfen lassen. Rufen Sie sofort an, wenn Sie Folgendes bemerken:

  • Die Hinterbeine versagen plötzlich vollständig oder Ihr Hund kann nicht mehr stehen.
  • Er schleift die Oberseite seiner Pfoten über den Boden.
  • Er hat offensichtlich Schmerzen, jault oder will sich nicht mehr bewegen.
  • Es kommt zu Kontrollverlust über Urin oder Kot.
  • Die Pfoten fühlen sich kalt an oder Ihr Hund reagiert nicht, wenn Sie eine Zehe berühren.

Diese Anzeichen können auf einen Bandscheibenvorfall, eine Nervenkompression oder ein Blutgerinnsel hindeuten und sind zeitkritisch. Je schneller Ihrem Hund geholfen wird, desto größer ist die Chance auf Genesung. Antirutsch-Socken und ein weiches Bett lindern in der Zwischenzeit das Unbehagen, ersetzen aber niemals eine Diagnose.

Fazit: Zuerst die Ursache, dann der Komfort

Ein Hund, der durch seine Hinterbeine sackt, hat immer einen Grund, von Arthrose und Muskelschwund bis zu einem Nervenproblem. Gehen Sie deshalb zuerst zum Tierarzt, um die Ursache abzuklären. Machen Sie Ihr Zuhause in der Zwischenzeit sicher mit Halt auf dem Boden, Unterstützung für das Hinterteil und ausreichend Ruhe. So geben Sie Ihrem Hund Komfort, während Sie gemeinsam an der Ursache arbeiten. Möchten Sie wissen, welche Sockengröße passt? Dann machen Sie zuerst den Größen-Check, dann wissen Sie es innerhalb von 30 Sekunden.

Häufig gestellte Fragen

Warum sackt mein alter Hund immer wieder durch seine Hinterbeine?

Bei einem älteren Hund liegt es meist an einer Kombination aus Verschleiß und Muskelschwund. Arthrose macht die Gelenke schmerzhaft und der Hund verliert an Kraft in den Hinterbeinen. Auf glattem Boden wird das besonders sichtbar. Bleibt es bestehen oder wird es schlimmer, lassen Sie Ihren Hund vom Tierarzt untersuchen.

Helfen Antirutsch-Socken, wenn mein Hund durch seine Hinterbeine sackt?

Auf glattem Boden ja. Der Halt hilft den Hinterbeinen, nicht wegzurutschen, wodurch Ihr Hund stabiler steht und läuft. Eine Socke löst jedoch nicht die zugrunde liegende Ursache: Bei echtem Kraftverlust ist weiterhin Unterstützung mit einem Tragegurt und der Rat des Tierarztes notwendig. Socken sind also als Sicherheit und Komfort zu sehen, nicht als Behandlung.

Mein Hund sackt plötzlich völlig zusammen, ist das ein Notfall?

Ja, behandeln Sie einen plötzlichen, vollständigen Ausfall der Hinterbeine als Notfall. Besonders wenn Ihr Hund Schmerzen hat, mit den Pfoten schleift oder die Kontrolle über Urin und Kot verliert, rufen Sie sofort Ihren Tierarzt oder den Notdienst an. Ein Bandscheibenvorfall oder eine Nervenkompression ist zeitkritisch: schnelles Eingreifen erhöht die Genesungschancen.

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