Hund rutscht beim Spielen: harmlos oder riskant?
Dein Hund rennt drinnen einem Ball hinterher, nimmt die Kurve bei der Couch etwas zu scharf und rutscht kurz weg, bevor er wieder auf die Beine kommt. Kurz erschrickst du, aber er rennt einfach weiter, als wäre nichts passiert. Hund rutscht beim Spielen ist für die meisten Hundehalter ein bekanntes Bild. Die Frage danach ist, ob das noch verspielt ist oder schon riskant wird.
Hund rutscht beim Spielen: ist das gefährlich?
Einmal kurz wegrutschen und sofort wieder aufspringen ist meist harmlos. Anders wird es, sobald es immer dieselbe Pfote ist. Anders wird es auch, sobald dein Hund nach dem Sturz kurz liegen bleibt. Läuft er nach dem Spielen sogar lahm, ist das ein Signal, dass mehr passiert als nur ein lustiger Moment. Dann ist es Zeit, das Spielverhalten etwas zu bremsen.
Bei jungen Hunden: Gelenke, die noch wachsen
Ein Welpe hat Wachstumsfugen, die erst nach Monaten vollständig schließen. Wiederholtes hartes Ausrutschen und abruptes Abbremsen setzt dort immer wieder eine falsche Belastung an, genau in dem Moment, in dem das Gelenk noch empfindlich ist. Wie das mit einem glatten Boden zusammenhängt, liest du in Welpe rutscht auf glattem Boden: das macht es mit den Gelenken. Junger Hund glatter Boden ist also keine Frage von "er gewöhnt sich schon daran". Es ist etwas, das du ernst nehmen solltest.
Bei älteren Hunden: eine andere Art von Risiko
Bei einem älteren Hund liegt die Sorge weniger beim Wachstum und mehr beim Sturz selbst. Ein Hund mit beginnender Arthrose oder einem etwas weniger stabilen Rücken kann sich bei einer falschen Drehung etwas verrenken. Das gilt besonders, wenn das Spiel ausgelassen ist. Merkst du, dass dein Hund nach dem Spielen steifer läuft als sonst? Baue den Spielmoment dann bewusst ruhiger auf, statt ihn ganz zu stoppen.
Ein kurzer, ruhiger Spielmoment mehrmals am Tag ist für einen älteren Hund oft angenehmer als eine einzige lange, ausgelassene Session. So bleibt der Spaß erhalten, ohne dass die Gelenke immer wieder dieselbe Spitzenbelastung verarbeiten müssen.
Manche Rassen laufen mehr Risiko
Ein langgestreckter Rücken, wie bei einem Dackel oder einem Basset, verträgt eine scharfe Drehung schlechter als ein kompakt gebauter Hund. Bei diesem Körperbau liegt das Risiko nicht nur bei den Pfoten, sondern auch beim Rücken selbst. Der wird bei einer plötzlichen seitlichen Bewegung extra belastet. Auch ein schwererer Hund mit relativ kurzen Beinen, wie eine Bulldogge, bremst weniger kontrolliert ab. Dadurch rutscht er oft weiter durch als ein leichterer, wendiger Hund. Kennst du den Körperbau deines Hundes, weißt du auch gleich besser, worauf du beim Spielen achten solltest.
Wann greifst du ein
- Dein Hund quiekt oder jault kurz nach dem Ausrutschen. Spielt er sofort weiter, ist es trotzdem einen Blick beim Tierarzt wert.
- Immer wieder rutscht dieselbe Pfote weg. Das deutet eher auf eine Schwachstelle hin als auf Zufall.
- Er vermeidet eine bestimmte Kurve oder Route. Hunde merken sich, wo es schiefging. Dieses Verhalten ist an sich schon ein deutliches Signal.
- Er ist nach dem Spielen länger steif als normal. Einmal ist nichts. Ein wiederkehrendes Muster schon.
Spielen sicherer machen, ohne den Spielspaß zu nehmen
Verlege den wildesten Teil des Spiels auf einen Teppich oder Läufer mit einer Antirutschschicht darunter. So kommen die Kurven weniger hart an. Halte die Krallen kurz, denn lange Krallen kippen die Pfote genau im falschen Moment. Rennt dein Hund am liebsten gerade über den glatten Boden? Dann gibt eine Socke extra Grip, genau an den Stellen, wo das Spiel am wildesten ist. Den vollständigen Überblick über alle Optionen findest du in Hund rutscht auf glattem Boden.
Spielzeug, das wegrollt, lockt oft gerade den schnellsten Sprint heraus. Rolle den Ball lieber über den Teppich statt über den glatten Durchgang. So verlegst du die Aktion automatisch auf die Stelle mit dem meisten Grip, ohne dass dein Hund selbst etwas davon merkt.
Willst du, dass dein Hund sicher drinnen rennen und spielen kann? Schau dir die Dog Socky Socken an. Die richtige Größe bestimmst du über den Größenrechner anhand des gespreizten Pfotenabdrucks.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich meinen Hund immer bremsen, wenn er begeistert drinnen rennt?
Nein, ab und zu ausrutschen gehört zum Spielen dazu und ist an sich kein Grund zur Sorge. Achte vor allem auf Wiederholung bei derselben Pfote, auf deutliche Schmerzsignale oder auf Steifheit danach. Greife erst ein, wenn sich so ein Muster mehrmals wiederholt.
Kann zu wildes Spielen auf einem glatten Boden bleibende Schäden verursachen?
Bei einem jungen Hund mit noch wachsenden Gelenken kann wiederholte harte Belastung tatsächlich eine Rolle bei der Entwicklung von Gelenkproblemen spielen. Bei Zweifel gibt eine kurze Kontrolle beim Tierarzt mehr Sicherheit als abwarten.
Hilft es, das Spielen nach draußen zu verlegen?
Das kann das Risiko auf Ausrutschen auf einem glatten Boden verringern. Draußen spielen bringt aber wieder andere Aufmerksamkeitspunkte mit sich, wie Untergrund und Temperatur. Drinnen mit einem Teppich oder Socken bleibt für die meisten Haushalte am praktischsten, vor allem an regnerischen Tagen, an denen draußen spielen ohnehin schon weniger reizvoll ist.