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Hund leckt Pfoten? 8 Ursachen und Hilfe

Lecken, lecken, lecken. Dieses leise Geräusch am Abend auf dem Sofa, und morgens ein nasser, rotbrauner Fleck an der Pfote. Wenn dein Hund ständig Pfoten leckt, ist das mehr als eine kleine Angewohnheit. Meistens ist es ein Zeichen, dass etwas juckt, scheuert oder nicht richtig sitzt. In diesem Artikel liest du die 8 häufigsten Gründe, warum ein Hund seine Pfoten leckt, und was du Schritt für Schritt tun kannst, um das Lecken zu stoppen.

Hund leckt Pfoten: Wann ist es harmlos?

Die Pfoten nach dem Spaziergang kurz zu putzen, gehört dazu. Hunde pflegen sich selbst, genau wie Katzen. Das ist normal und von kurzer Dauer.

Zum Problem wird es, wenn das Lecken stundenlang dauert, jeden Tag wiederkommt oder eine kahle, nasse Stelle hinterlässt. Dann steckt fast immer eine Ursache dahinter. Je schneller du sie findest, desto leichter durchbrichst du das Verhalten.

8 Gründe, warum dein Hund seine Pfoten leckt

Pfotenlecken hat selten eine einzige Ursache. Geh diese acht Möglichkeiten in Ruhe durch und schau, welche zu deinem Hund passt.

1. Allergie oder Futterunverträglichkeit

Juckende Pfoten sind oft das erste Anzeichen einer Allergie. Denk an Pollen, Hausstaubmilben oder einen Bestandteil im Futter. Die Pfoten und der Bauch sind die Stellen, die dein Hund am leichtesten erreicht, also fängt dort das Lecken an.

2. Trockene oder rissige Ballen

Salz auf dem Gehweg, heiße Fliesen oder trockene Raumluft können die Ballen austrocknen und rissig machen. Das spannt und juckt, und dein Hund leckt, um es zu lindern.

3. Eine kleine Wunde, ein Splitter oder ein eingerissener Nagel

Einen kleinen Schnitt, einen Grassamen oder einen eingerissenen Nagel spürst du selbst kaum, dein Hund dafür umso mehr. Sieh dir die Pfote von oben und zwischen den Zehen an, auch an der Unterseite.

4. Flöhe oder andere Parasiten

Flöhe, Milben oder ein Zeckenbiss verursachen einen Juckreiz, den dein Hund weglecken will. Kontrolliere Fell und Haut, vor allem wenn dein Hund sich auch anderswo kratzt.

5. Langeweile oder Stress

Lecken setzt beruhigende Botenstoffe frei. Ein Hund, der sich langweilt, angespannt ist oder allein zu Hause bleibt, kann zu lecken anfangen, um sich selbst zu beruhigen. Dann ist körperlich nichts falsch, aber der Kopf nagt.

6. Schmerzen in der Pfote oder im Gelenk

Manchmal leckt ein Hund genau über einem schmerzenden Gelenk. Bei einem älteren Hund mit beginnender Arthrose kann das Lecken der Pfote oder des Handgelenks ein Zeichen dafür sein. Der Hund beißt oder leckt dann immer wieder dieselbe Stelle.

7. Etwas zwischen den Zehen

Gras, ein Samenkorn, Lehm oder ein Haarklumpen zwischen den Ballen fühlt sich unangenehm an. Dein Hund versucht, es selbst herauszulecken. Schneide langes Haar zwischen den Ballen kurz, dann bleibt weniger hängen.

8. Gewohnheit und Leckgranulom

Leckt ein Hund lange an derselben Stelle, entsteht eine dicke, kahle Wunde, die Leckgranulom heißt. Die Stelle juckt, der Hund leckt, die Stelle wird schlimmer: ein Teufelskreis, der von allein nicht mehr aufhört.

Wie stoppst du das Pfotenlecken?

Das Lecken zu stoppen beginnt damit, die Ursache zu beseitigen. Trotzdem hilft es, die Stelle gleichzeitig körperlich zu schützen, damit der Teufelskreis durchbrochen wird.

  • Ursache finden: Pfote, Nägel, Haut und Fell kontrollieren und an Stress oder Langeweile denken.
  • Haut pflegen: die Pfote nach dem Spaziergang abspülen, trocken halten und trockene Ballen mit einem Pfotenbalsam eincremen.
  • Gewohnheit durchbrechen: mit Bewegung, einer Schnüffelmatte oder einem Kausnack ablenken.
  • Stelle schützen: eine weiche Socke über der Pfote hält die Zunge von einer Wunde oder gereizten Haut fern.

So eine Socke ist keine Behandlung, aber eine praktische Barriere, während die Haut heilt. Achte darauf, dass die Socke gut sitzt und nicht drückt. Miss dafür die Breite des Pfotenabdrucks mit dem Größenrechner, damit die Socke sitzen bleibt, ohne einzuschnüren. Unsere Antirutsch-Hundesocken geben zusätzlich Halt, praktisch, wenn dein Hund durch Schmerz oder Unsicherheit schon vorsichtig läuft.

Wann gehst du mit Pfotenlecken zum Tierarzt?

Schutz und Pflege lösen die Oberfläche, aber nicht die Ursache. Geh zum Tierarzt, wenn das Lecken länger als ein paar Tage dauert, wenn eine kahle oder nasse Stelle entsteht oder wenn dein Hund deutlich Schmerzen hat.

Vermutest du eine Allergie, Arthrose oder ein Leckgranulom, dann ist eine Diagnose der erste Schritt. Merkst du, dass dein Hund vor allem an einem Gelenk leckt oder Mühe beim Aufstehen hat, dann lies auch unseren Ratgeber über Halt und sicheren Tritt für deinen Hund zu Hause.

Fazit: Hör auf das Lecken

Ein Hund, der seine Pfoten leckt, sagt dir etwas. Mal ist es Juckreiz, mal Schmerz, mal Stress. Finde die Ursache, pflege die Haut und schütze die Stelle, und hol den Tierarzt dazu, wenn es anhält. So befreist du deinen Hund von dem Unbehagen und durchbrichst das Lecken, bevor es zur hartnäckigen Gewohnheit wird.

Häufig gestellte Fragen

Warum leckt mein Hund nur abends seine Pfoten?

Abends fallen die Reize weg, und der Juckreiz oder die Unruhe kommt hoch, genau wie Menschen erst dann ihr Jucken spüren. Dauert es lange oder ist die Pfote rot, lass es prüfen. Ist die Pfote gesund, spielt oft Langeweile oder Gewohnheit mit.

Darf ich eine Socke benutzen, um das Lecken zu stoppen?

Ja, eine weiche Socke ist eine gute vorübergehende Barriere, um eine Wunde oder gereizte Stelle in Ruhe zu lassen. Sie ist keine Behandlung, also such zusätzlich die Ursache. Achte darauf, dass die Socke sauber ist und nicht drückt.

Wann ist Pfotenlecken wirklich gefährlich?

Alarmierend wird es bei einer kahlen, nassen oder stinkenden Stelle, bei Lahmen oder bei einem Hund, der nicht mehr aufhört zu lecken oder zu beißen. Das deutet auf eine Wunde, Infektion oder Schmerzen hin. Geh dann zeitnah zum Tierarzt.

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